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Der Mittelstand als Jobmotor

In Zeiten des Fachkräftemangels in vielen Bereichen der Wirtschaft können sich gut ausgebildete Menschen heute den Arbeitgeber aussuchen. Bei der Wahl spielen viele Faktoren eine Rolle. Nicht nur die Bezahlung, sondern auch das Arbeitsklima, die Perspektiven und das Umfeld des Arbeitsplatzes müssen stimmen. Und hier punktet häufig der Mittelstand mit seinen wenigen Hierarchiestufen, Mitarbeiter können relativ schnell Verantwortung übernehmen und die Firma an entscheidender Stelle mitgestalten. Aktuelle Zahlen belegen, dass die Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft tatsächlich weiter zugenommen hat.

Mittelständische Unternehmen sorgen für Job-Boom

Dem „KfW Mittelstandsatlas 2018“ zufolge stellen die rund 3,7 Millionen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland 99,95 Prozent des gesamten Unternehmensbestandes. Sie seien daher auch eine tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes, zuletzt waren mit fast 31 Millionen erwerbstätigen Personen so viele Menschen in diesen Firmen beschäftigt wie nie zuvor. „Im Vergleich zu vielen anderen Ländern weltweit ist in Deutschland der Mittelstand für Wachstum und Wohlstand extrem wichtig“, betont auch Dr. Andreas Martin vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Für den Mittelstand gehören zum Beispiel die Genossenschaftsbanken zu den typischen Finanzierungspartnern, die das Schwungrad am Laufen halten. Martin zufolge gibt es in Deutschland deshalb auch eine kontinuierliche Kreditvergabe: „Die Unternehmen kommen an Kredite heran, können investieren und Arbeitsplätze schaffen.“ Mit ihren über 11.100 Bankstellen sind die 915 Genossenschaftsbanken bundesweit in Stadt und Land verbreitet. Gut jedes zweite aller rund 1.600 in Deutschland tätigen Geldinstitute ist somit eine Volksbank oder Raiffeisenbank. „Die Genossenschaftsbanken stellen nicht nur in den großen städtischen Zentren, sondern verteilt über das ganze Land ein flächendeckendes Kreditangebot dar“, betont Dr. Andreas Martin.

Stimmung so gut wie nie zuvor

Dass die Stimmung im deutschen Mittelstand so gut ist wie nie zuvor, belegt auch die Studie „Mittelstand im Mittelpunkt“, erstellt vom BVR und der DZ Bank. Demnach bewerteten 92 Prozent der mittelständischen Unternehmen im Frühjahr 2018 ihre aktuelle Lage mit „gut“ oder „sehr gut“. Das ist der höchste Wert seit dem Start der Umfrage im Jahr 1995. Die insgesamt positive Stimmung setzt sich fort, wenn es um die kurzfristigen Erwartungen für die nächsten Monate geht. Zum Zeitpunkt der Studie plante fast jedes dritte der mittelständischen Unternehmen, in den nächsten sechs Monaten seinen Personalbestand auszubauen.

Vertrauensvoller Draht zur Hausbank

„Einen vertrauensvollen Draht zu einer Hausbank zu haben, wenn es etwa um die Aufnahme eines neuen Kredits geht, ist für mittelständische Unternehmen von besonderer Bedeutung“, betont Dr. Andreas Martin vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Bundesweit sind Ende März 2018 insgesamt 250 Milliarden Euro an Krediten seitens Genossenschaftsbanken an Firmenkunden ausgereicht worden, eine Steigerung von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Die Firmenkunden schätzen es, dass wir für unterschiedlichste Themen Ansprechpartner in der Region sind und aktiv Hilfestellung und Rat geben“, so Martin. Das betreffe zum Beispiel die Existenzgründung, das Unternehmenswachstum, die Digitalisierung oder die Nachfolge.

Foto: © djd/BVR/thx

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