Betriebsgeheimnis 660x330 - Wettbewerbsverbot - wenn Mitarbeiter zu Konkurrenten werden

Wettbewerbsverbot – wenn Mitarbeiter zu Konkurrenten werden

Bereits bei der Einstellung von Personal oder der Berufung eines Gesellschafters ist gesunde Vorsicht geboten, da gern Bewerbungen „schön“ geredet, frisiert oder sogar manipuliert werden. Ebenso sollten Unternehmen darauf gefasst sein, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder die Entlassung eines Gesellschafters nicht immer unproblematisch verläuft.

Detektive gegen Wettbewerbsverstoß

Ohne jeden Zweifel ist Loyalität eines der wichtigsten Faktoren, wenn es um eine gesunde Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geht. Der Betriebsinhaber kann dadurch sichergehen, dass der Mitarbeiter sein Bestes gibt, um seine Arbeit gut zu machen, und für ihn die Gewissenhaftigkeit Priorität hat. Doch eines der größten Vertrauensbrüche ist es, wenn der Arbeitgeber erfährt, dass der Mitarbeiter neben seinem offiziellen Job noch nebenberuflich tätig ist und sich die Interessen des Betriebes damit überschneiden und der eigene Mitarbeiter plötzlich zum Konkurrenten wird. Eben um dieses zu verhindern besteht im Arbeitsrecht das sogenannte Wettbewerbsverbot.

Diese Regelung soll sicherstellen, dass der Mitarbeiter seinem Arbeitgeber nicht mit einem eigenständig durchgeführten Unternehmen Konkurrenz macht und so in den Rücken fällt.

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich die Arbeitnehmer nicht an diese Vereinbarung halten und sich erhoffen, nebenberuflich die Haushaltskasse etwas aufbessern zu können – eben durch eine Art und Weise, die eigentlich untersagt ist.

Das erlernte wird mitgenommen – das ist nicht zu verhindern

Sobald ein Mitarbeiter oder ein Gesellschafter das Unternehmen verlässt, kann niemand verhindern, dass er das mitnimmt, das er erlernt hat. Abhängig von der früheren Position kann das eine Menge sein. Hier wird nicht vom Diebstahl von Büromaterialien oder elektronischer Daten gesprochen – was selbstverständlich strafwürdig ist, sondern an dieser Stelle geht es um etwas ganz anderes.

Hierbei dreht es sich um das Erlernte um im „Kopf gespeicherten“ des Mitarbeiters, dass er ex Natura nach dem Verlassen des Unternehmens mit nach Hause nimmt und nehmen darf. Unternehmen müssen sich darüber bewusst sein, dass der Mitarbeiter das Erlernte nicht von jetzt auf gleich vergessen wird. Aus diesem Grund sollten Betriebe sicherstellen, das der ehemalige Firmenangehörige sich in Zukunft nicht zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im eigenen Einzugsgebiet entwickelt.

Geht es um Vertrauensfragen im Arbeitsverhältnis, gibt es keine Toleranz

Es ist einem Arbeitnehmer während des laufenden Arbeitsverhältnisses strikt untersagt, eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen, und mit dem Arbeitgeber ohne dessen Zustimmung in Konkurrenz zu treten. Das bedeutet, dass kein Arbeitnehmer eine identische Tätigkeit im identischen Geschäftsfeld aufnehmen darf – egal ob auf eigene Rechnung oder für andere Personen.

Die Wirtschaftsdetektei in Düsseldorf, sind bereits seit 1955 im Einsatz. Aufgrund der langjährigen Erfahrung wissen die Wirtschaftsdetektive, worauf es ankommt und unterstützen Unternehmen mit ihrem Know-how bei der Aufklärung und Beweissicherung bei Verdacht auf Wettbewerbsverbot, Sabotage, Betrug und/oder Diebstahl.

Der Stern, Human Resources, berichtete in seiner Ausgabe 05/2019 dass die Arbeitsgerichte pro Jahr rund 330.000 Fälle in Deutschland verhandeln. Wirtschaftsdetektive sind die geheimen Helfer und die Beweis-Experten stehen bei der Prävention sowie Aufklärung zur Seite. Dabei arbeiten die Profis effizient und zuverlässig.

Die große Gefahr: Das Abwerben von Kunden

Da ist der leitende Außendienstmitarbeiter, der über einen großen Kundenstamm verfügt und dem dazu die Preisstruktur seines früheren Arbeitgebers bekannt ist. Ihm ist es ein leichtes die Preise zu unterbieten, wenn er für einen neuen Arbeitgeber tätig wird. Bei Mitarbeitern, die in solchen relevanten oder gar sicherheitsrelevanten Bereichen tätig sind, sollte bereits mit Abschluss des Arbeitsvertrages bereits darüber nachgedacht werden, ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot zu vereinbaren.

Es ist gegebenenfalls ein sogenannte Pre-Employment-Check empfehlenswert. Bei diesem wird vor der Einstellung eine Überprüfung des Leumunds, inklusive Referenzüberprüfung durchgeführt wird.

Anzeichen für den Verdacht des Wettbewerbverbotes und die Obversation

Wenn das vereinbarte Wettbewerbsverbot nicht eingehalten wird, dann können die Wirtschaftsdetektive aus Düsseldorf Abhilfe schaffen. Durch diskrete Obversationen, lässt sich feststellen, ob sich der Verdacht bestätigt. Bei einer solche Obversation werden zunächst sämtliche (berufliche) Aktivitäten der Zielperson dokumentiert. Es geht dabei darum, Beweise zu erhalten, die vor Gericht standhalten.

Hinweise auf den Verstoß des Wettbewerbsverbotes können bspw. sein, dass sich die wirtschaftliche Ertragslage nach dem Ausscheiden eines wichtigen Mitarbeiters verschlechtert. Kündigen langjährige Kunden die Zusammenarbeit oder beenden diese, dann erhalten die Unternehmen häufig von eben diesen Hinweise, dass sich ein früherer Mitarbeiter für einen neuen Arbeitgeber als Konkurrenz bei ihnen gemeldet hat und das Angebot wirtschaftlich attraktiv ist.

Unternehmen die sich wegen eines Verstoßes gegen ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot zur Wehr setzen wollen, die benötigen klare Beweise. Ohne diese ist es nicht möglich juristische Wege zu beschreiten. Dies hat bereits das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Jahr 2007 (Aktenzeichen 11 Sa 198/7) entschieden.

Die Erstattung der Detektivkosten

Ist ein rechtssicherer Nachweis eines Verstoßes gegen das Wettbewerbsverbot erbracht, dann können die entstandenen Detektivkosten zumeist dem Mitarbeiter als Verursacher in Rechnung gestellt werden. Im weiteren Sinne handelt es sich um einen Schadensersatz bzw. um Rechtsverfolgungskosten. Geregelt ist die Möglichkeit der Erstattung der Detektivkosten im § 91 der Zivilprozessordnung – ZPO. Daneben besteht die Möglichkeit, die durch die illegalen Wettbewerbsaktivitäten hervorgerufenen Schäden geltend zu machen. Dabei kann es sich bspw. um Umsatzeinbußen handeln, die kausal durch den Wettbewerbsverstoß entstanden sind.

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